• Einführung in die Fortbildung
    • Fortbildungskonzept
    • Zugangsvoraussetzungen Struktur der Fortbildung Fortbildungsinhalte Prüfung und Abschluss
    • Verwaltung, Organisatorisches

    Anmeldung



Einführung in die Fortbildung

Zielsetzung

Unser praxisorientierter Fortbildungsgang zum/zur Psychologisch-Technischen Assistenten/in qualifiziert die Teilnehmer, in verschiedenen psychologischen, psychosozialen und medizinischen Einrichtungen unterstützend und assistierend zu arbeiten.


Die Fortbildung richtet sich an Interessierte, die

  • innerhalb ihres bisherigen Arbeitsfeldes eine Weiterqualifizierung und

Erweiterung ihrer Einsatzmöglichkeiten wünschen,

  • eine berufliche Um- und Neuorientierung anstreben,
  • vorhandene Kenntnisse auffrischen wollen,
  • ihr fachliches Wissen erweitern wollen,
  • Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag mit einem theoretischen Konzept begegnen wollen,
  • neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen wollen.

Die Fortbildung ist sowohl auf eine fachliche, als auch persönliche Weiterqualifikation ausgerichtet. Mit Hilfe der erlernten Inhalte können die Teilnehmer im Umgang mit Klienten, Patienten und Kunden auch schwierigen Situationen gelassen begegnen. Gezieltes fachliches Wissen, das auf die spezifischen Arbeitsfelder der Teilnehmer bezogen wird, erhöht die berufliche Kompetenz und führt zu neuen Einsatzmöglichkeiten am Arbeitsplatz.

Die Basis der Fortbildung bildet eine psychologische Grundausbildung. Neben einer Einführung in die Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens werden vor allem psychologische Kenntnisse über den Umgang mit anderen Menschen vermittelt und neue Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. In

praxisorientierten Lernschritten werden diese auf verschiedene Situationen am Arbeitsplatz übertragen und in mehreren Übungseinheiten spielerisch in die Praxis umgesetzt.

Darauf aufbauend wird die Fortbildung zunehmend mehr auf die psychologisch- technische Qualifizierung ausgerichtet. Das Erlangen theoretischer und praktischer Kenntnisse über verschiedene psychologisch-technische Bereiche wie die psychologische Diagnostik oder die wissenschaftliche Untersuchung schafft und erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Teilnehmer am Arbeitsplatz.

Abgerundet wird der Lernprozess durch die gezielte Anwendung von Methoden der Stressbewältigung und Entspannung, die dazu dienen, die eigene Arbeitssituation zu entlasten und das persönliche Wohlbefinden zu steigern, sowie durch mehrere ergänzende Selbsterfahrungs- und Supervisionseinheiten zur Reflexion schwieriger Situationen am Arbeitsplatz.

Alle Fortbildungseinheiten sind praxisnah aufgebaut und bieten ein optimales Verhältnis zwischen Wissensvermittlung und Anwendung. Unser Ansatz beruht auf einer ressourcenorientierten Sichtweise des Menschen. Unsere Arbeit ist lösungsorientiert und versteht sich als Möglichkeit der Erweiterung der persönlichen und fachlichen Kompetenz.

Fortbildungskonzept

Die Fachfortbildung dauert 13 Wochenendseminare, das sind etwa 26 Monate. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Förderung der psychologischen und

sozialen Kompetenz und im Erwerb psychologisch-psychotherapeutischer Kenntnisse und Fertigkeiten der Teilnehmer. Durch die Methoden des Humanistischen Psychodramas entsteht Hintergrundwissen zu Beweggründen menschlichen Handelns und zur menschlichen Persönlichkeit. Darauf aufbauend findet eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Aspekten menschlicher Kommunikation statt. Gesprächssituationen werden transparenter, die Fortbildungsteilnehmer erwerben die Fähigkeit, Gespräche gezielt und erfolgreich zu führen. Gesondert wird

auf Konfliktsituationen eingegangen. Dazu gehören die Wahrnehmung von Konflikten und das Wissen um verschiedene Lösungsstrategien zur Konfliktbewältigung. Im weiteren Verlauf des ersten Fortbildungsabschnittes lernen die Teilnehmer, wie sie hohen Anforderungen und einer Vielfältigkeit von Aufgaben mit dem entsprechendem Ziel- und Zeitmanagement begegnen können. Dazu gehört die Reflexion des eigenen Aufgabenbereiches und das Erarbeiten verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitsablaufes. Die Vermittlung von Methoden der Stressbewältigung und Entspannung runden dieses Wissen ab. Die theoretischen und praktischen Inhalte sind auf die Arbeitsfelder der Fortbildungskandidaten ausgerichtet und haben zum Ziel, das eigene Verhalten im Umgang mit Kunden, Klienten oder Patienten zu reflektieren, problematische Situationen zu benennen und neue Verständnis- und Verhaltensmöglichkeiten zu entwickeln.

Ein Überblick über verschiedene therapeutische Schulen und psychopathologische Grundlagen dient dazu, die klinische Situation transparenter zu machen. Darauf aufbauend erlangen die Fortbildungsteilnehmer grundlegende Kenntnisse in der psychologischen Diagnostik. Bewährte Testverfahren werden vorgestellt und deren

Anwendung geübt. Der Einsatz von verschiedenen Geräten in der psychologischen Praxis stellt einen weiteren Baustein des psychologisch-technischen Wissens dar. Ergänzt wird dieses Wissen durch Vermittlung der Grundlagen einer wissenschaftlichen Untersuchung in der Psychologie sowie in der Verdeutlichung und Einübung assistierender Tätigkeiten in der psychologischen Forschung.

Begleitende Selbsterfahrungs- und mehrere Supervisionseinheiten bieten die Möglichkeit, das eigene Verhalten am Arbeitsplatz kritisch zu hinterfragen und gezielte Veränderungen für schwierige Situationen zu erarbeiten.

Zur Erlangung des Zertifikats “Psychologisch-Psychotherapeutische/r Assistent/in” muss praktische Berufserfahrung nachgewiesen werden, bei der die erlernten Inhalte umgesetzt und angewandt werden. Kann dies nicht an einem bestehenden Arbeitsplatz geschehen, kann auch ein Praktikum in einer entsprechenden Einrichtung absolviert werden. Dies wird vorher mit den Teilnehmern abgestimmt.

Psychologische/r Psychotherapeutische/r Assistent/in

Zugangsvoraussetzungen

  • Mindestalter 20 Jahre
  • Abgeschlossene Ausbildung in einem psychosozialen, medizinischen oder kaufmännischen Beruf
  • Persönliches Aufnahmegespräch beim Träger

Struktur der Fortbildung

Der Grundkurs entspricht 13 Wochenend-Seminaren organisierten Lernens. Die Gesamtzahl der Fortbildungseinheiten beträgt 260 Arbeitseinheiten (AE). (Freitags von 16.00 bis 20.00 Uhr Theorieseminar, samstags von 10.00 bis 20.00 Uhr und sonntags von 10.00 bis 15.00 Uhr Praxisseminar.)

Fortbildungsinhalte

Grundlagen der Psychologie

  • Psychologische Grundprozesse
  • Der Mensch als Individuum
  • Der Mensch als soziales Wesen

Lösungsorientierte Gesprächsführung

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Analyse des eigenen Kommunikationsverhaltens
  • Gespräche selbstbewusst und gezielt führen
  • Signale und Kommentare des Körpers im Gespräch

– die nonverbale Kommunikation

Konflikttraining

  • Konflikte und schwierige Gesprächssituationen am Arbeitsplatz
  • Möglichkeiten der Konfliktbewältigung
  • Möglichkeiten der Konfliktprophylaxe

Arbeitsorganisation – Arbeitsmanagement

  • Ziel- und Zeitmanagement
  • Leistungsmanagement
  • Teamarbeit
  • Projektkontrolle

Stressbewältigung und Entspannung

  • Stress – positiv oder negativ ?
  • Möglichkeiten der Stressbewältigung
  • Entspannung als Stressprävention

Selbsterfahrung und Supervision

in Bezug auf das eigene Arbeitsfeld mit Methoden des Humanistischen

Psychodramas

Klinische Psychologie

  • Psychopathologische Grundlagen
  • Beratungs- und Therapiesituation
  • Psychotherapeutische Schulen und Methoden

Psychologische Diagnostik und psychologische Test verfahren

  • Grundlagen der psychologischen Diagnostik
  • Grundlagen der Testkonstruktion und -analyse
  • Überblick über psychologische Testverfahren
  • Durchführung und Auswertung bewährter

Verfahren

Der Einsatz von Geräten in der psychologischen/psychiatrischen Praxis, bzw. in

Kliniken und Schlaflaboren

  • Geräte für psychologische Untersuchungen
  • Arbeitsweise und Einsatzmöglichkeiten spezifischer Geräte

Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens

  • Aufgabe und Ziele wissenschaftlicher Psychologie
  • Methoden in der Psychologie
  • Die psychologische Untersuchung
  • Aufbau einer wissenschaftlichen Publikation
  • Technische Begleitarbeiten bei Forschungsprojekten

Prüfung und Abschluss

  • Nachweis der Seminare der Fortbildung
  • Schriftliche Abschlussarbeit zu einem Fortbildungsthema

(Umfang mindestens 15 Din-A-4 Seiten)

  • Schriftliche Theoriekenntnisprüfung